Dienstag, 25. November 2014

Wenn Mama ihre Meinung ändert - Kindergeburtstag im Indoorspielplatz

Wie ich ja bereits geschrieben habe, haben wir den sechsten Geburtstages des Sohnes im Indoorspielplatz gefeiert. Nachdem er im Mai dort zum Geburtstag eines Freundes eingeladen war, war das sein großer Wunsch.

Ich sage ganz ehrlich, dass ich alles andere als begeistert war, auch das habe ich schon geschrieben. Ich hasse Indoorspielplätze. Es ist dort meistens voll, laut und spätestens 30 Minuten nach Öffnung zumindest im Gastronomiebereich dreckig, da dort die Leute sitzen und ihre Kinder mit allerhand ungesundem Kram vollstopfen, von dem die Hälfte plus Müll auf dem Boden landet und dann festgetreten wird. Die Luft ist schlecht, die Kinder verschwinden in irgendwelchen Ecken und lassen sich nur anhand von lautem Geheule wiederfinden.

Mein Eindruck. Meine Meinung und für mich eigentlich genug Argument gegen eine Feier dort, denn bisher war der Indoorspielplatz immer nur die absolute Notlösung bei miesem Wetter.

Aber trotzdem, es gab auch Argumente dafür. Der Sohn hat Ende November Geburtstag. Da ist das Wetter nicht unbedingt zuverlässig gut. Seine eingeladene Männertruppe ist eher eine etwas rabaukige, zumindest wenn sie alle aufeinandertreffen ;) Bei schlechtem Wetter also drei Stunden in der Wohnung? Sieben Jungs nebst schlecht gelaunter kleiner Schwester beaufsichtigen und beschäftigen, möglichst so, dass niemand zu Schaden kommt und die Wohnung danach noch bewohnbar ist? Ähm. Ich weiß, ich weiß, es gibt eine Menge Kinder, bei denen das kein Problem ist. Aber mir war das zu heikel.

Und natürlich, das Wichtigste: es war ja nicht mein Geburtstag, sondern der des Sohnes. Es war sein Herzenswunsch, mit seinen Freunden dort zu feiern. Also, Mama musste sich einen Ruck geben.

Die Entscheidung FÜR die Feier im Indoorspielplatz war so was von gut.

Ich habe mir erst mal eine Freundin, deren Sohn auch eingeladen war, als Hilfe organisiert. Eine weitere Freundin/Mama ist dann auch mit dort geblieben. Der Tochter wurde ihre liebste Freundin eingeladen, damit sie beschäftigt ist (deren große Brüder eh dabei waren).

Ich musste quasi nichts machen. Ein Blech Minimuffins gebacken. Der Tisch dort wurde gedeckt. Muffins und ein bisschen was Süßes und etwas zum Knabbern auf den Tisch gestellt. Apfelschorle war im Partypreis mit drin.

Die Kinder haben sich S.U.P.E.R. beschäftigt. Es gab drei Stunden lang KEINEN Streit. KEINEN Ärger. KEIN Gehaue und Gekloppe. Die beiden Mädels habe ich glaub ich dreimal gesehen, da wollten sie was trinken. Ab und zu musste mal jemand auf die Toilette. So easy und die Kinder haben sich so gut amüsiert. Um 17 Uhr gab es noch Pommes, da wurde aber eher notdürftig gegessen und lieber wieder gespielt. Am Ende waren alle Kinder zufrieden und erledigt.

Auch, wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass ein Kindergeburtstag schöner ist, wenn man gemeinsame Spiele spielt etc.  - die Zufriedenheit des Geburtstagskindes und der Gäste geht über alles, und die habe ich so glaube ich am besten erreicht. Und grad im späten Herbst muss man improvisieren.

Fazit: alles richtig gemacht :)


Sonntag, 23. November 2014

Just for me moments 47/2014

Wie man hier lesen konnte, stand die letzte Woche ziemlich im Zeichen des Sohn-Geburtstages, und es war nicht viel Zeit da, die ich bewusst für mich nutzen konnte.

Über die Feier berichte ich noch mal separat.

Ich selber war dran, als ich es tatsächlich ins Sportstudio geschafft habe, tata!



Am Sonntag morgen war ich noch eine Runde laufen. Dies hing unmittelbar mit einem weiteren just for me Moment zusammen. Der Mann und ich waren nämlich auf einer Geburtstagsfeier eines Mandanten von ihm eingeladen. Also kam am Samstagabend die Babysitterin, und wir konnten zu zweit losziehen. Die Feier war ... okay. Aber immerhin konnten wir ganz gut essen, was trinken und uns ein bisschen unterhalten. 



Ja, und dann habe ich mein Auto dort stehen gelassen und bin heute morgen losgejoggt, um es zu holen. Enttäuschenderweise waren das nur 4 km, ich habe dann mit ein paar Schlangenlinien noch die 5 km voll gemacht und bin nach Hause gefahren. Der Mann hatte ja schon gemutmaßt, dass das viiiiel weiter sein könnte und ich das NICHT SCHAFFE, so joggenderweise. Naha, das will ich doch aber meinen, du!

Zwischen den letzten Geburtstagseinkäufen habe ich es an einem Vormittag geschafft, eine kleine Kaffeepause einzulegen. 



Ja, und dann habe ich natürlich noch genäht, das schöne Geburtstags-Kroko-Shirt für den Sohn, welches ich schon gezeigt habe. Zum Glück waren meine Befürchtungen umsonst, er hat sich gefreut und das Shirt gerne angezogen. Puh. Also, hier kommt es noch mal:



... und alle anderen Just for me moments wie gewohnt bei Pia!

Donnerstag, 20. November 2014

Geburtsbericht meines Sohnes am 20.11.2008

Heute wird mein Sohn 6 Jahre alt, tatatataaaa, happy birthday, mein Großer!! Und zur Feier des Tages spendiere ich jetzt meinen Geburtsbericht.

Ich gebe zu, dass ich, vor allem vor der Geburt meines ersten Kindes, kurz nach der Geburt meines ersten Kindes und zur Kinderwunschzeit für Kind Nr.2 auf der Familienplattform "urbia" quasi gelebt habe. Der Austausch da war tatsächlich oft hilfreich und schön, ich habe nette Kontakte geknüpft, von denen ich eine sogar im "real life" kennen gelernt habe, was ich ganz wunderbar finde. Und wenn man dann den Rest an Super-, Über- und Helikoptermüttern, der dort kreist, ignoriert, dann kann es dort ganz nett sein ;) In den letzten zwei Jahren war ich nicht mehr so aktiv dort. Die Zeit fehlt, und irgendwie ist es mir einfach nicht mehr so wichtig gewesen.

Trotzdem, hier mein Geburtsbericht, wie ich ihn im Forum "Geburtsberichte" dort geteilt habe, aber leicht modifiziert (denn mein Schreibstil war da noch schlimmer, als er es jemals sein konnte ;) ):

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 vorweg muss ich berichten, dass mein kleiner schon seit ca. der 25. ssw nicht mehr richtig mitgewachsen ist, da die plazenta nicht richtig durchblutet war.. ich wurde also ab der 32. ssw engmaschig kontrolliert und es hieß immer wieder, der kleine müsse bald kommen und "hoffentlich schaffen wir es bis zur 34. ssw" #schock somit war ich mindestens einmal in der woche im KKH meiner wahl ;-) zum CTG/US, doppler-US und noch zweimal bei meinem gyn zum CTG/US - da war ich zum schluss schon so was wie das praxismaskottchen #schein

ein ewiges hin und her - aber irgendwie ging es dann doch immer noch ein bisschen voran - wobei unsere sorge um den zwerg schon groß war, da die ärzte echt ein bisschen gepokert haben, wie es mir schien (Anmerkung vom 20.11.2014: es schien mir nur so, da ist schon alles so optimal gelaufen, wie es unter den Umständen laufen konnte, und ich bin den Ärzten des Freiburger Josefkrankenhauses und meinem Gynäkologen sehr, sehr dankbar für die gute Betreuung, die umsichtigen Entscheidungen, die sie immer zum richtigen Zeitpunkt gefällt haben) #augen von daher war ich ganz froh, als es bei 37+2 dann hieß, morgen beginnen wir mit der einleitung. zusätzlich war ich froh, dass die chancen auf eine spontane geburt gut standen.

wir sind also am 19.11.2008 ins KKH gefahren und ich habe mit den tabletten begonnen. und was soll ich sagen, es hat sich NICHTS getan, den ganzen tag lang #kratz immer wieder hörte ich "ach ja, das kann noch dauern bei ihnen, haben sie genug zum lesen dabei?" aaaahhhh #aerger und ich war doch nach nur einer nacht mit alle 4 stunden aufstehen, tablette, CTG schon soooo müde ;-)

am 20.11. bin ich dann wieder zum tabletten schlucken und CTG gegangen, mache noch scherze mit der hebi, sie geht raus und in dem moment ging es von 0 auf 100 - wie man so schön sagt - los mit den wehen #schock vorher hörte ich noch ein kurzes KNACK - das war wohl die fruchtblase. hm, die hebi kam wieder rein, es dauerte einen moment, bis sie mir glaubte, dass es jetzt wirklich mal losgeht ;-) aber dann war auf einmal der raum voll, ärzte, hebammen, kinderärzte... ich hab nur noch der hebammenschülerin die telefonnummer von meinem freund rausgequetscht, der müsse SOFORT kommen #schein

ich wurde dann noch mal untersucht (was für die arme ärztin eher schwierig war, da ich nur noch lag, wieder aufsprang, mich wieder hingelegt habe... ;-)) und sie flüstert der hebi zu "der muttermund ist schon komplett offen" ich habe nur gerufen " DAS HAB ICH GEHÖRT!" leider fielen die herztöne von unserem kleinen dann ziemlich ab, die ärztin wollte noch einen US machen und ist mir mit ihrem US gerät durch den raum hinterher gerannt... dann hab ich mich dann doch mal auf's bett gelegt und die ärztin musste mir noch voratmen, da ich sooo überfallen war - immer noch - dass ich echt gar nix mehr geblickt habe. ich weiß nur noch, dass ich mir dachte: warum sind die eigentlich hier alle so ruhig um mich rum, HALLO???!!! #hicks

dann sagte sie: ja, dann pressen sie doch schon mal mit. da waren von der ersten wehe um ca. 15 uhr vielleicht 30 minuten vergangen #schock inzwischen war auch mein freund eingetroffen - in anzug und krawatte direkt vom seminar in den kreißsaal :-)#pro wegen der schlechten herztöne wurde dann doch mit der saugglocke nachgeholfen und um 15.47 war unser sohn da: 45 cm, 2.300 gramm und vor allem: kerngesund #huepf

er wurde dann gleich von den kinderärzten druchgecheckt, aber dann konnten wir ihn noch bestimmt 45 minuten bei uns haben, bis er dann leider auf die kinderintensivstation musste, da er eben so klein und leicht war. da wurde er aber bestens versorgt und betreut und musste auch nur in den inkubator bis sicher war, dass er die temperatur halten kann. in der woche drauf am dienstag durfte ich ihn mit auf station nehmen, mittwoch durften wir nach hause :-)

so viel zu meiner blitzgeburt.mittlerweile hat der kleine sich bestens entwickelt und steht den normalgewichtig geborenen kindern in seinem alter kaum noch nach. #freu

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Die Geburt unter diesen Umständen - Wehen von jetzt auf gleich, und 45 Minuten später ist das Kind da - war wirklich unglaublich. Und nein, es war ganz und gar nicht schön, dass es so schnell ging. Wenn ich an diesen Tag zurückdenke, dann habe ich diese 45 Minuten auf der einen Seite noch so genau vor mir, auf der anderen Seite kommt es mir vor, als hätte ich von dieser Dreiviertelstunde so rein gar nichts mitbekommen. Krass. Anders kann man es nicht nennen. Aber es sei nur so viel gesagt: die Geburt meiner Tochter 3 Jahre, 2 Wochen und 6 Tage später hat mich komplett entschädigt, auch, wenn es sich wieder um eine eingeleitete Geburt gehandelt hat.

Aber wie sagt man so schön: raus kommen sie alle, irgendwie :)

In diesem Sinne gehen wir jetzt gleich ordentlich feiern!












Dienstag, 18. November 2014

Noch zweimal schlafen...

....dann wird der Sohn 6 Jahre alt. 6, in Worten sechs! Wahnsinn!

Und ich stehe in den Startlöchern. Geschenke, Kuchen, Kindergeburtstag, Feier im Kindergarten... Eigentlich alles kein Hexenwerk, trotzdem. Andere Mütter kennen das. Und ich mag es, wenn ich dann am Abend vorher weiß, dass alles passt, alles vorbereitet ist. Warum kann man den Kuchen eigentlich nicht ein paar Wochen vorher backen? Dann wär der wenigstens fertig ;) Die Geschenke sind natürlich längst besorgt. Er bekommt das hier, das hier und eine Gummizeugpizza aus dem Gummizeugladen - da stand er neulich mit großen Augen davor und leckte sich die Lippen...

Dann habe ich ihm noch ein Geburtstagsshirt genäht.


Den Krokostoff mochte er vor ein paar Wochen total gerne und hat sich dringendst etwas daraus gewünscht. Tja, und wie es so kommt: gestern morgen schneide ich das Shirt zu, appliziere die Zahl und lege alles beiseite, um es am Abend zu nähen. Findet das Bürschchen ein Reststückchen Stoff und sagt was in der Richtung "Ach Mama, das ist aber doch nicht so ein toller Stoff." Ich sitze mit Schnappatmung am Küchentisch.

Wie auch immer, man sieht, ich habe das Shirt trotzdem genäht. Wird ja auch die Tochter in 3 Jahren dann mal 6 Jahre alt, oder ich finde einen anderen 6 jährigen Krokofan. Erst mal sehen, was er am Donnerstag sagt, vielleicht wird es ja doch getragen ;)

Ja, und dann wird ja noch gefeiert. Das ist so ein Thema. Wir feiern nämlich tatsächlich im Indoorspielplatz. Auch das, ein sehnlichster Wunsch des Sohnes. Und ich kann das so gar nicht leiden. Ich mag diese Indoorspielplätze sowieso schon nicht. Und ich mag da eigentlich auch nicht den Geburtstag meines Sohnes feiern.

Auf der anderen Seite sprechen tatsächlich ein paar Gründe dafür. Es werden 6 kleine Feierbiester erwartet, inklusive dem Sohn dann 7 Jungs. Plus Fräulein Kamikazetochter. Das ist so auch gut. Aber die wollen ja irgendwie beschäftigt werden. Und wenn diese, ähm, Männertruppe aufeinander trifft, dann ist es selten ruhig.

Letztes Jahr haben wir bei beschissenstem, sorry, aber man kann es nicht anders nennen, beschissenstem Wetter die drei Stunden in der Wohnung ganz gut rumgekriegt. Aber es hätte auch nicht 10 Minuten länger gehen dürfen. Da war die Stimmung echt energiegeladen... 

Von daher können die Herren sich im Indoorspielplatz wenigstens austoben. Ich hätte zwar x Ideen für eine Schatzsuche oder dergleichen, aber ich will mich einfach nicht auf das Novemberwetter verlassen. Nein.

Und was spricht noch dafür? Es ist nicht mein Geburtstag, und es ist der Herzenswunsch des Sohnes, dort zu feiern. Also soll es so sein.

Ich bin gespannt.

Montag, 17. November 2014

Just for me moments 46/2014

Wenn ich so meine Fotos der letzten Woche durchblättere, dann fällt mir auf, dass ich tatsächlich einiges für mich getan habe, auch wenn es mir nicht so vorkommt.

Der Hauptteil lag mal wieder beim Nähen. Ich kann es gar nicht oft genug sagen, aber auch wenn ich selten etwas für mich nähe, es ist immer "just for me", das Nähen an sich!

Entstanden sind:

Ein toller, toller Hoodie nach dem wunderbaren ebook "Bijou" von rosarosa.




Den superschönen Lillestoff Sweat habe ich schon im Sommer gekauft, und ich habe mich so darauf gefreut, ihn zu verarbeiten. Und es hat sich gelohnt!

Ein Loop für eine liebe Bekannte - huch, Bild schon gelöscht. Na ja, er ist auf jeden Fall schön geworden :)

Und dann noch, GANZ toll: ein Rollkragenkleid nach dem Schnitt von lillesolundpelle







Meine Tochter ist eine große Pferdefreundin. Den Jersey mit den Pferdchen hatte ich schon des Öfteren im Visier, war mir aber nie sicher, ob ich den jetzt gut oder nicht so gut finde. Dann hatte ihn neulich auch mein Lieblingsstoffladen vor Ort im Angebot, und zack, war er gekauft. Und was soll ich sagen, die Tochter war ganz begeistert und richtig glücklich!

Das ebook ist auch mal wieder super - das Kleid war im Grunde ganz einfach und schnell zu nähen, macht aber durch den Rollkragen und die Kellerfalten am Vorderrock richtig was her.

Zum Sport habe ich es leider nur einmal geschafft, das muss besser werden. Diese Woche wird das wohl auch nichts, denn diverse Termine und der Geburtstag vom Sohn am Donnerstag machen da jegliche Planungen hinfällig. Aber bald, bald, bald, lalala...

Freitag morgen habe ich es kurz ins Sportstudio geschafft, danach habe ich mich mit einer lieben Bekannten und deren noch ganz, ganz kleinen Baby im Lieblingscafé getroffen - das war definitiv ein schöner Vormittag und ein just for me Moment!

Mehr just for me moments sammelt wie immer Pia auf ihrem wunderbaren Blog!



Freitag, 14. November 2014

Die Lina?!?!?!?

Meine kleine Tochter, noch nicht mal drei Jahre alt, hat schon eine große Liebe. Und das schon seit über 1,5 Jahren, so lange hält ja heute kaum noch eine Ehe!

Die Rede ist von ihrer allerbesten, liebsten, dicksten und tollsten Freundin. Die zwei sind wirklich ein Herz und eine Seele - und das ist unglaublich niedlich.

Wehe, sie sehen sich mal einen Nachmittag nicht. Bei der Tochter führt das unweigerlich dazu, dass sie in fassungslosem Ton nachfragt, wenn man ihr eröffnet, dass es kein Treffen gibt. Und wenn ihr dann klar wird, dass es ernst ist, fragt sie, in weinerlichem Ton mit Tränchen in den Augen und zitternden Lippen: "Die Lina?!?!?!" Anmerkung: das ist nicht der richtige Name ihrer Freundin, und obwohl sie den schon lange gut sagen kann, bei solch dramatischen Nachrichten schwenkt sie wieder um zu "Lina", so hat sie sie am Anfang immer genannt.

Die beiden haben schon ganz früh ganz toll miteinander gespielt und schon in einem Alter richtig miteinander interagiert, in dem es eher üblich ist, dass Kinder nebeneinander her spielen. Im Grunde kennen sie sich schon seit Babyalter - wenn man hier von "kennen" sprechen darf ;)

Praktischerweise sind der Sohn und die älteren Brüder der Freundin miteinander befreundet, so kam es zu dieser wunderbaren Mädelsverbindung. Und auch, wenn die Jungs älter sind, die Mädels sind ihnen in Sachen" miteinander spielen" teilweise echt voraus. Konflikte gibt es wenige, wenn, dann ist meist die Tochter der Auslöser, weil sie wieder anfängt zu schreien und ihre Freundin die Brüllerei nicht nachvollziehen kann. Und während die Männertruppe sich gegenseitig Schimpfwörter um die Ohren haut, ziehen die Mädels lieber ab in ihre Höhle oder lassen sich schaukeln und singen dabei lautstark.
 
Gemeinsam Quatsch machen geht natürlich auch super. Die Tochter plante das so z.B.neulich: "Mama, heute wollen wir frech sein, denn wir sind zwei freche Mädchen!!" Danke, ich wusste es noch gar nicht ;)

Schwierig war es für uns Mütter, als die beiden eine Zeit lang in einer Art eigenen Sprache kommuniziert haben. Die Tochter hat recht früh gesprochen, ihre Freundin erst später (wobei man der zugute halten muss, dass sie dafür schon früh motorisch so was von fit war, aber wirklich, da konnte man gar nicht schnell genug gucken, wie sie auf dem höchsten Klettergerüst angekommen war....). Und konnte man sich mit der Tochter schon gut unterhalten, so hat sie doch ihrer Freundin gegenüber immer wieder eine Plappersprache angenommen, und in dieser Sprache haben die zwei sich dann unterhalten und auch verstanden. Fremde Leute haben teilweise Tränen gelacht, wenn sie die zwei auf der Straße gesehen haben. Eigentlich fast schade, dass die beiden Mädels jetzt richtig miteinander reden...

Ich weiß, dass so eine Freundschaft in dem Alter in Hinblick auf die Zukunft eigentlich nicht wirklich "bewertbar" ist. Es werden noch einige Freundschaften kommen und gehen, aber ich wünsche den beiden, dass ihre Freundschaft hält. Wissen kann man das nicht. Aber manchmal funktioniert es. Ich selber habe auch eine Freundin aus diesem Alter, und auch, wenn wir heute in verschiedenen Städten wohnen und sich der Kontakt leider auf einige, nicht so häufige Telefonate und vielleicht ein Treffen im Jahr beschränkt, ist sie dennoch meine Freundin, meine älteste Freundin.

Wer weiß, wie es bei den beiden heute noch Kleinen in ein paar Jahren aussieht? Sie gehen nicht in denselben Kindergarten und werden auch nicht dieselbe Schule besuchen, da wir in unterschiedlichen Stadtteilen leben. Die viele Fahrerei, damit die Kinder (auch die Jungs) sich sehen können, zehrt manchmal ziemlich an den Nerven (auch, wenn ich selber natürlich auch davon profitiere, mich mit der dazugehörigen Mama zu treffen, das will ich hier mal gar nicht leugnen :) ). Aber wer weiß.

Ihr zwei Süßen, ich wünsche euch wirklich, dass ihr euch noch ganz lange so toll versteht, viel Freude miteinander habt und nach wie vor euren Brüdern ordentlich einheizt! Macht weiter so! Ihr seid toll!






Mittwoch, 12. November 2014

12 von 12 im November

Schon November, schon der zwölfte, und im Oktober habe ich es verpasst, aber dieses Mal bin ich wieder dabei bei 12 von 12, was so schön von Caro hier gesammelt wird!

Der Tag beginnt wie immer. Vesperboxen für die Kinder vorbereiten - da sie im Kiga Mittag essen und zu Hause frühstücken, brauchen sie nicht viel. Selbst gebackenes Brot nach meinem Lieblingsrezept, für die Tochter mit vegetarischem Aufstrich, für den Sohn mit Butter und Käse. Dazu Mandarinen. Das reicht.


Zum Frühstück gibt es Müsli und Kiwi.



Dann ein banger Blick auf die Wetter App. Wir haben heute Abend Martinsumzug...



Kinder im Kindergarten abgeliefert, noch schnell einkaufen und dann geht es heute ab zum Friseur, ist dringend nötig... 



Die nette Friseurin hat überredet mich, dass sie das Haar wellig fönen darf. Meine Haare sind in ihrer Struktur von Natur aus eher wellig bis lockig. Ich mag es aber doch lieber glatt...



Zu Hause geht es ans Kochen - es gibt Kartoffelsuppe à la ringelmiez, hurra!!! Schwupps, sind die Kartoffeln im Topf!



Während die Suppe kocht, baue ich den Arbeitsplatz auf - voilà!



Hey, was macht die Sojasahne da noch? Ab mit dir in die Suppe, aber hurtig!



So!

An den Nähmaschinen entsteht heute mal wieder ein Loop. Die letzte Woche beschenkte Erzieherin hatte noch einen bestellt, den sie ihrerseits verschenken möchte. Juhu! Es sollte etwas sportliches, nicht zu buntes ohne Blümchen etc. sein. Ich hoffe, ich habe gute Stoffe ausgewählt:



Da beide Stoffe quasi frisch aus dem Laden kommen, ist das Zuschneiden heute nicht ganz so tüdelig. Somit ist der Loop fix genäht. Trotzdem, momentan berechne ich im Grunde nur die Materialkosten weiter, wenn ich etwas nähe, für mich springt nicht viel dabei raus. Ggf sollte ich das mal ändern, aber es ist so schwer zu kalkulieren, vor allem Freunden und/oder Bekannten gegenüber...

Mittag, Kinder vom Kindergarten holen und die Tochter zu einem Mittagsschläfchen nötigen ... äh ...
überreden.

Etwas früher als die anderen düsen wir los Richtung Kindergarten. Ich will mit zwei anderen Müttern den Glühwein warm machen bzw. Kinderpunsch kochen. Macht Spaß, die Kinder helfen tatkräftig, und das Ergebnis ist sehr lecker, sowohl in der alkoholfreien als auch in der alkoholhaltigen Version.



Das Happening startet mit dem Martinsspiel in der Kirche. Der Sohn hat eine Rolle als Bettler - ganz freiwillig?! ;) Egal, er hat es gut gemacht und war sehr stolz! Ist ja auch nicht ganz ohne, vor doch einigen Leuten was ins Mikrofon zu sprechen. Ich bin auch stolz auf ihn, alle Kinder machen das toll!


Leider regnet es dann doch, aber eine kleine Runde mit den Laternen ist grad so drin. Gute Fotos lassen sich im Nassdunkeln leider nicht machen...


Zumindest ist keine Laterne aufgebrannt.

Wieder angekommen am Kindergarten gibt es Glühwein, Punsch und Martinsbrötchen. Alles in allem ist es eine schöne Veranstaltung mit guter Stimmung und netten Leuten - ich glaube, wir sind nach wie vor sehr froh, dass wir in diesem Kindergarten gelandet sind :)

Die Tochter ist dann bald durch mit dem Thema. Müde, kaputt, Sirene an, so dass wir nach Hause gehen, wo wir den Abend daheim mit der leckeren Kartoffelsuppe einläuten. Und dieses Bild soll auch mein Abschlussbild sein, das waren meine 12 von 12.



















Montag, 10. November 2014

Just for me moments 45/2014

Schon wieder ist Montag und schon wieder muss ich erkennen, dass der Alltag mich voll im Griff hat.

Letzte Woche hatte ich diverse Termine, Arzt, Elternbeirat usw., und somit waren die Momente, die ich für mich nutzen konnte, wieder rar.

Zumindest habe ich einiges genäht. Da wäre zB die Frida aus Breitcord für die Tochter.





Größe 98 passt erschreckend gut - das Mädchen wird groß!!

Dann bat mich noch eine Erzieherin der Krippe, in die die Tochter bis vor kurzem ging, ihr einen Loop zu nähen. Ihr hatte der Loop, den ihre Kollegin bekommen hatte, so gut gefallen - juhu!! Das Ergebnis seht ihr hier :)



Im Grunde ist so ein Loop ja nun nicht so schwer zu nähen, zumindest aber, wenn man ihn komplett aus Jersey näht, finde ich es relativ fummelig, die sich ständig einrollenden Stoffbahnen aufeinander zu stecken und zusammen zu nähen. Aber wie auch immer, der Loop kam gut an, und ein nächster Auftrag ist jetzt auch bebongt, hurra!

Ein ganz toller just for me moment war der kleine, aber schöne Nähkurs, den ich am Donnerstag Abend besucht habe. Ein Grundkurs zur Overlockmaschine, meine Mann hatte mir das schon im Frühjahr zum Geburtstag geschenkt, ich bin aber erst jetzt dazu gekommen. So sehr viel Neues gab es zwar für mich nicht, da sieht man mal, was man sich mithilfe des Internets alles selber beibringen kann. Aber ich konnte ein paar konkrete Fragen loswerden, und es war einfach ein netter, schöner Abend mit einer sehr sympathischen Kursleiterin und nur einer "Mitnäherin".

Ein bisschen Kaffee trinken war ich auch am Freitag. Mit diesem Bild wünsche ich allen eine schöne Woche voller just for me moments und viel Spaß beim lesen der anderen Beiträge, die ihr bei Pia findet!


Sonntag, 9. November 2014

Jetzt geht's ins Wasser!

Meine Kinder gehen gerne ins Schwimmbad. Ich eher nicht so, aber die Vorteile sind einfach unschlagbar: Kinder haben dort ihren Spaß, sind danach sauber und grundsätzlich totmüde - grad gestern haben hier beide Kinder nach dem freitäglichen Schwimmbadbesuch bis um 8 Uhr, in Worten ACHT Uhr geschlafen. Voll gut.

Thema ist hier aber schon seit Längerem, dass der Sohn schwimmen lernen sollte. In zwei Wochen wird er sechs, da wird es Zeit. Nicht allein wegen des Alters, ich finde es einfach grundsätzlich wichtig, sehr wichtig oder eher unabdingbar, dass Kinder schwimmen lernen. Es muss ja nicht jeder darauf hinarbeiten, baywatchmäßig durch die Fluten zu flitzen, aber allein schon zur Minimierung des Unfallrisikos sollte jedes Kind schwimmen lernen.

Die Schwimmkurse sind notorisch überfüllt, aber jetzt war es dann soweit, der Sohn konnte in die erste Schwimmstunde starten. Ziel des Kurses ist es, dass sich die Kinder aus eigener Kraft über Wasser halten und den Beckenrand aus einiger Distanz erreichen können. Klingt doch schon mal nach nem guten Plan.

Der Sohn hat im Sommer mal ein paar Schnupperstunden gemacht, war sehr begeistert und wollte unbedingt schnell schwimmen lernen. Jetzt hielt sich die Begeisterung nach der ersten Stunde in Grenzen. Grund: "Mama, das war anstrengend, kann ich jetzt erstmal ein paar Wochen Pause machen?!" Ähm, nein. 

Vor der zweiten Stunde folgte dann erst noch einmal ein kleines Sohn-Mama-Gespräch. Wir haben uns auf die Wichtigkeit des Schwimmen Könnens geeinigt. Ich mag es gar nicht, wenn Kinder zu irgendwelchen Freizeitaktivitäten quasi gezwungen werden, und er kann, so bald er einigermaßen schwimmen kann auch gerne so weiter üben und muss keine Kurse besuchen, aber wie bereits gesagt, wenn wir regelmäßig schwimmen gehen wollen ist es einfach unerlässlich.

Die zweite Stunde war dann plötzlich doch gut. Jedes Mal, wenn ich mal vom Babybecken, in dem ich mit der Tochter geplanscht habe, rübersah, sah er sehr motiviert aus und hat alles mitgemacht. Überhaupt hatte ich schon nach den Schnupperstunden im Sommer das Gefühl, dass er wesentlich sicherer im Wasser war. Angst hatte er ja noch nie, aber so wirkte es noch souveräner. Nach dem Kurs erzählte er, dass es ihm Spaß gemacht habe. Also, alles im grünen Bereich. 

Freitag geht es weiter. 

Die Tochter wäre im Übrigen sofort mit zum Schwimmkurs gegangen und hat bisher jedes Mal unter der lautstarken Behauptung, sie sei ja auch schon vier (Anmerkung: stimmt nicht, sie ist zwei) und somit alt genug protestiert...

Mittwoch, 5. November 2014

Laterne basteln?

Also ich weiß ja auch nicht. Aber irgendwie, basteln und meine Kinder, das passt nicht zusammen.

Aber von vorne. Gestern war Laterne basteln angesagt. Im Kindergarten, für das Martinsfest in der nächsten Woche. Alles klar. Dem Sohn merkte man schon an, da ist die Begeisterung nicht so groß. Die Tochter orientiert sich gerne am großen Bruder, also zweimal eher weniger Begeisterung.

Die Erziehrinnen haben alles wirklich schön vorbereitet. Die Kinder bekommen einen, öhm, Laternenrohling (?!?) und können dann wählen, wie sie den gestalten wollen. Mit Schnipseln bekleben, mit Wasserfarben bemalen, wie auch immer. Meine beiden gut gelaunten kleinen Begleiter entscheiden sich für die Schnipsel.

Wir nehmen unseren Platz ein, und die Laune steigt ein kleines bisschen, da tatsächlich jedes Kind einen eigenen Klebestift zur Verfügung hat! Ach guck mal an, denke ich, hätte ich das mal vorher gewusst, ich hätte das lange angekündigt und die Stimmung wäre übergekocht!

Nach ca. 10 minütiger Verhandlung des Sohnes mit mir darum, ob ich nicht seine Laterne alleine basteln könne und er in der Zeit sinnvollere Dinge wie die Tischdecke zerschnippeln (Mama, die is eh alt!), die Tischdecke mit Kleber verzieren (Mama, wenn die schon zwar alt ist aber nicht in den Müll soll, dann kleb ich wenigstens die kleinen Löcher, die ich hier gefunden habe!) oder die Schwester triezen (Mama, die N. soll aber auf GAR KEINEN FALL auch hellblaue Schnipsel auf ihre Laterne kleben, hellblau ist nämlich MEINE Lieblingsfarbe!) erledigen solle, fangen dann tatsächlich beide Kinder an zu schnipseln und zu kleben. Und nach anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten zwischen der Tochter und dem Kleber (Mama, klebt nich das Papier, klebt nur mein Händchen, MAMA!) sind auch beide einigermaßen bei der Sache.



Genug Schnipsel aufgeklebt, nun soll noch Wasserfarbe folgen. Nachdem ich mehrmals erwähnt habe, dass es wenig Sinn macht, die Laterne in Wasser zu baden, um dann auf das nasse Papier die Farbe aufzutragen, versucht der Sohn, die Laterne in Wasser zu baden, um dann auf das nasse Papier Farbe aufzutragen. Als er merkt, dass das so tatsächlich nicht funktioniert und dass das nicht schon wieder ein mieser Trick seiner Mutter ist, um ihm den Spaß zu verderben, hat es doch noch ganz gut funktioniert - aber nur unter Protest!



Endlich geschafft. Jetzt nur noch das Ganze zusammenkleben, cool, das macht die Mama. Kurzzeitige riesige Begeisterung beim Sohn, der seit gestern doppelseitiges Klebeband für DIE Erfindung der Neuzeit hält. Als die Laterne endlich in Form gebracht ist, bin ich ob der Aufgabe, zwei widerspenstige Laternen zusammenzukleben und gleichzeitig meine Kinder daran zu hindern, sich oder andere zu massakrieren, schweißgebadet. Der Sohn lässt es sich natürlich nicht nehmen, im Sekundentakt lautstark zu verkündigen, wie doof er Laterne basteln findet, und dass er nächstes Jahr zum Martinsfest einfach ne Taschenlampe mitnehmen wird.

Aber immerhin - als dann die Ergebnisse fertig sind, sind beide doch ganz stolz und zufrieden. Und haben zwei Laternen, die vielleicht keinen Schönheitspreis gewinnen, die SIE aber SELBER und nicht ICH für SIE gebastelt haben. Und das muss dann sogar der Sohn feststellen: Danke, Mama, dass du uns geholfen hast, aber das meiste hab ja ich gemacht, das hätte ich auch allein geschafft! ;))


Martinsfest kann kommen!