Dienstag, 30. September 2014

Geht's noch?!

Genau das war die Frage, die ich mir gestern unweigerlich stellen musste. Und ein bisschen koche ich immer noch, köcheln könnte man das nennen.

Warum?

Gestern Nachmittag stand bei der Tochter ein Augenarzttermin an. Der zweite Termin bisher. Meine Kinderärztin hatte uns zur Kontrolle geschickt, da a) mein Mann und ich beide relativ stark kurzsichtig sind, also macht das Sinn, das auch bei den Kindern mal abzuchecken und b) die Tochter schon von Geburt an einen unheimlich kleinen Kopfumfang hat (aktuell mit fast 3 Jahren ca. 47 cm, wobei das ja fast schon nicht mehr so klein ist...), deshalb sollte der Druck hinter den Augen gemessen werden. Leuchtet mir beides ein, alles gut, gehen wir da mal hin.

Punkt b war relativ schnell geklärt, keine Auffälligkeiten, alles supi.

Nun zu Punkt a. Jetzt muss ja rausgefunden werden, ob das Kind richtig gucken kann. Dafür gibt es in manchen Augenarztpraxen sogenannte Orthoptisten, die sich im günstigsten Fall auch wirklich gut mit Kindern auskennen und darauf spezialisiert sind (so wir mir hier angekündigt).

Schon beim ersten Mal war das alles nicht so einfach, und die besagte Fachkraft mir nicht sonderlich sympathisch. Kühl, abweisend, kein bisschen Humor. Na ja, jeder hat ja mal einen schlechten Tag. Zumindest ließ sich die Tochter nicht dazu bewegen, auch nur an irgendeinem dieser Sehtests teilzunehmen. Sie wollte weder in das tolle Gerät gucken, in dem ein lustiges Häuschen zu sehen war (wenn man reinguckt halt nur), noch wollte sie sich ein Auge zuhalten oder abkleben lassen, um dann flüssig und entspannt bis hin zu ihren mit der ihr gegebenen Sehkraft entsprechenden Möglichkeiten von der Tafel geometrische Formen wie Kreis, Dreieck oder Quadrat (und welches Kind beherrscht die bitteschön mit 2,5 Jahren nicht?!) abzulesen.

Da war die gute Frau doch schon recht gestresst. Ich habe versucht, die ganze, ähm, Verweigerung auf den nur kurzen Mittagsschlaf zurückzuführen und bin also mit einem neuen Termin für den gestrigen Tag wieder aus der Praxis gegangen.

Gestern war es dann soweit, Wiederholung des Sehtests. Tochter hatte gut geschlafen, war grundsätzlich guter Dinge, alles bestens.

In das tolle Gerät gucken? Fehlanzeige? Wenn der Bruder es vormacht? Nö. Wenn Teddy es vormacht? Nö.

Gut. Wir gehen in das Behandlungszimmer zur Orthoptistin. Was soll ich sagen, es war wieder nicht möglich den Sehtest (und dieses Mal kam sie mir mit diesem großen E, was vielleicht viele aus den Kinderarztpraxen kennen, mal liegt es auf dem Rücken, mal zeigt es nach unten usw. - mein Großer, bestimmt nicht blöd, konnte das JETZT mit der letzten U vor nem halben Jahr mit 5 Jahren erst wirklich richtig gut wiedergeben, was das E da nun grad macht) auch nur annähernd durchzuführen. Die Tochter war unglaublich gestresst, das hat man als Außenstehender vielleicht nicht gesehen. Aber sie hat geschwitzt, hat sich die Augen gerieben und irgendwann angefangen zu weinen (sie weint nicht leise, NIE!)...

Mir ist vollkommen klar, das es gut wäre, irgendwann mal zu erfahren, wie es um die Sehkraft der Tochter bestellt ist. Aber anstatt ein bisschen verständnisvoll zu reagieren, kam dann der Punkt, an dem ich eigentlich die Praxis ohne ein Wort hätte verlassen müssen: die Orthoptistin sagte, dass wir einen neuen Termin ausmachen müssten, und bis dahin müsste ich mein Kind ein bisschen besser erziehen. Das müsste funktionieren, wenn wir da sitzen, dann MUSS sie mitmachen, das liegt alles in meiner Hand, und wenn das nicht klappt, dann habe ich in der Erziehung was falsch gemacht, lasse mich von meinem Kind ausspielen und so wird das dann nie was.

Ich bin wirklich kein Mensch, der um eine Antwort verlegen ist. Aber gestern war ich es. Sie redete noch weiter in diese Richtung. Bei dem Punkt, an dem sie sagte "...ich möchte Ihnen da nicht zu nahe treten..." hatte ich mich (mit brüllendem Kind auf dem Schoß und quengelndem Sohn, dem das alles zu doof wurde) so weit gesammelt, dass ich sie mit "Sind Sie mir schon" unterbrechen konnte, dann habe ich nur der Höflichkeit halber gesagt, dass das Ganze jetzt sowieso keinen Sinn mehr macht und bin gegangen.

Ich hatte selber gestern auch nicht den besten Tag, war müde, hatte einen stressigen Vormittag hinter mir und einen langen Abend mit Vorstandssitzung der KiTa in Erwartung. Ansonsten hätte ich mich trotzdem SEHR geärgert, aber ich kann sowas dann auch ganz gut unter "Lass sie reden" verbuchen und mich nicht so sehr aufregen. Aber gestern ging das nicht, und wie bereits gesagt, ich köchele noch.

Es geht gar nicht darum, dass ich nicht weiß, dass die Untersuchung einen Sinn hat. Aber - was soll ich sagen? Ich halte meine Kinder für meinen Erwartungen und ihrem Alter entsprechend gut genug erzogen. Das Ziel meiner Erziehung ist es aber nicht, dass sie auf Knopfdruck funktionieren. Vor allem nicht in dem Alter, in einer ungewohnten Situation und einem fremden Menschen gegenüber, der seine Ablehnung relativ deutlich zum Ausdruck bringt .

Die Tochter ist fremden Menschen gegenüber aufgeschlossen, wenn diese auf sie zukommen und ihr freundlich begegnen. Wir waren ja schon bei einigen fremden Ärzten, Fachärzten, Vertretungsärzten. Es gab nie große Probleme. Aber so ging es halt nicht, und dann kann UND WILL ich auch nichts erzwingen.

Jetzt warten wir erstmal ab. Ich werde das Ganze mit meiner Kinderärztin besprechen - bei Gelegenheit. Dann denke ich, dass wir in einiger Zeit mal nach einem anderen Augenarzt schauen werden. Und so lange mir meine Tochter bis dahin nicht so blind erscheint, dass sie über ihre eigenen Füße stolpert, geht das wohl auch so.

Montag, 29. September 2014

Just for me moments 39/2014

Die just for me moments, die just for me moments... Ja wo waren sie denn in der letzten Woche?

Oh genau, da war ja dieser super just for me moment, ein meet-and-greet mit dem von mir hochgeschätzten und über alle Maßen verehrten Bruce Springsteen! Wir haben uns in einer Kneipe in meinem Heimatort (= Kaff) getroffen und so nett geredet. Und dann ... Klingelte der Wecker. Nur ein Traum. Menno. Also nochmal von vorne..

Just for me waren letzte Woche ein paar kleine Momente und zwei schöne Joggingrunden.

Der Mann hatte noch Urlaub. Da aber viel zu erledigen war, waren die Kinder ganz normal im Kindergarten und hatten normales Programm, sprich am Nachmittag Spielplatz mit Freunden.

Zwischendurch war ich mit dem Mann in der Stadt, Besorgungen machen. Da blieb Zeit für ein kurzes Frühstück im Café.

Aaaber ich habe letzte Woche wieder Zeit zum nähen gefunden. Dabei ist eine Mütze für die Tochter entstanden.




Die Stoffe habe ich bei meiner lieben Freundin Frau ringelmiez abgestaubt. Schöne Jerseyreste hatte sie noch übrig. Gut für mich, da noch einige Babys im Freundes- und Verwandtenkreis erwartet werden und zu beschenken sind. Aber trotzdem, als ich so die Stoffe gesehen habe, da hatte ich sofort die Mütze vor Augen. Ganz uneigennützig für das eigene Kind, aber okay, Mützen kann man ja auch immer gebrauchen, oder etwa nicht?!

Und der schöne  Kapuzenpullover für den Sohn, den ich schon gezeigt habe, der ist auch noch entstanden.


Ansonsten hieß es wieder Alltag, viel zu tun und wenig Zeit für mich. Jetzt steht ja die Eingewöhnung im neuen Kindergarten bevor, aber wenn das geschafft ist und wir neue Routine haben, wird es sicher etwas besser werden.

Hoffentlich mehr just for me moments findet ihr wie immer bei MamaMiez. Viel Spaß beim lesen!

Sonntag, 28. September 2014

Der Countdown läuft...

Jetzt ist es fast soweit: der Kindergartenwechsel steht bevor. Sehr kurz bevor. Montag und Dienstag sind die letzten beiden Tage für die Kinder in den "alten" Einrichtungen.

Die Tochter wird Anfang  Dezember drei, sie würde sowie wechseln von der Krippe in einen "richtigen"Kindergarten. 

Da wir vor einem Jahr innerhalb Freiburgs umgezogen sind, hielten wir diesen Zeitpunkt für den Wechsel am sinnvollsten. Denn die Tochter hatte einen tollen U3 Platz für drei Vormittage, das machen die wenigsten Einrichtungen, da geht entweder ganz, sprich 5 Tage, oder eben gar nicht.

Der Sohn wird Ende November sechs und kommt somit nächstes Jahr zur Schule. Die liegt natürlich dann in unserem jetzigen Wohnbezirk. So hat er nun die Möglichkeit, andere Vorschulkinder aus dem Bezirk kennen zu lernen und hoffentlich ein paar Freundschaften zu knüpfen.

Der Abschied wird nicht leicht, zumindest für den Sohn. Auch wenn er sich schon auf den neuen Kindergarten freut, er war im alten wirklich so ein alter Hase, dass es echt ein großer Schritt wird.

Die Tochter freut sich natürlich schon wie Bolle, dass sie mit dem großen Bruder zusammen in den Kindergarten gehen darf.

Ich selber hoffe sehr, dass die beiden sich dort gut einleben und sich wohl fühlen. Ich habe ein gutes Gefühl bezüglich der Einrichtung. Es ist ein konfessioneller Kindergarten, der aber auch konfessionslosen Kindern (wie unseren) offen steht. Diese Tatsache zählt für mich aber nicht so sehr wie ein allgemein gutes Gefühl, dann ist mir der Träger relativ egal. Bei den zwei Schnuppernachmittagen, die wir dort hatten, schien alles gut und stimmig.

Und nun?! Heißt es natürlich noch für zwei Kindergruppen Abschiedskuchen backen. Zum Glück kamen keine außergewöhnlichen Wünsche, wie der Zugkuchen zum letztjährigen Geburtstag des Sohnes...


... sondern er gibt sich am Dienstag mit normalen Muffins zufrieden ;)

Der Kuchen für die Gruppe der Tochter ist im Ofen und geht morgen schon mit in die Kita.




Die weißen und rosa Dekoherzchen hat übrigens der Sohn ausgesucht, sie kommen morgen auch auf seine Muffins (nur so viel zur Genderthematik in unserer Familie ;) ).

Also - auf zu neuen Ufern :)

Freitag, 26. September 2014

Einmal ohne mit ohne Kapuze, bitte!

Ich hatte es ja neulich schon erwähnt, der Sohn wünschte sich dringendst einen Kapuzenpullover - aber bitte mit ohne Kapuze. Da man als Mutter ja so gut wie nie etwas auf Anhieb richtig macht, hab ich da lieber mal nachgefragt, besser ist das. Und es war tatsächlich ein Kapuzenpullover OHNE Kapuze gemeint, ist ja eigentlich auch vollkommen logisch. 

Noch einmal vorsichtig nachgefragt, ob man den Kapuzenpullover dann nicht auch einfach nur Pullover nennen könnte, wurde ich schnell belehrt: nein, geht nicht. Ist halt ein Kapuzenpullover mit ohne Kapuze.

Nun gut. Ich stelle mich gerne neuen Aufgaben. Damit der Pullover, der ja kein Pullover, sondern ein Kapuzenpullover mit ohne Kapuze werden sollte auch bloß nicht einfach nur ein Pullover wird, habe ich natürlich höllisch aufgepasst und sofort am Kapuzenpulloverschnitt rumgebastelt und versucht, stattdessen einen Kragen zu kreieren. Das wäre auch sicher gelungen, aber dann kam das:

"Der Kapuzenpullover mit ohne Kapuze soll jetzt doch eine Kapuze haben!"

"... (Mich-selber-sammelnd) ... Ah gut, also ... (jetzt schlag ich ihn aber mit seinen eigenen Waffen), ein Kapuzenpullover ohne mit ohne Kapuze meinst du?!" (Kicher...)

"Mama, warum redest du so kompliziert? Sag doch einfach Kapuzenpullover!"

In diesem Sinne: schönes Wochenende!


(Abschließend: der Schnitt ist Kapuziert von Lenipepunkt, leicht abgewandelt, denn als ich aus meiner Ohnmacht erwachte, teilte der Sohn mit, die Kapuze solle groß sein... Der Stoff ist Polarfleece aus 100% Baumwolle, bin gespannt, ob sich der bewährt, er fühlt sich toll an. Kapuze (oh wie ich das Wort mittlerweile hasse) ist gefüttert mit blauem Ringeljersey. Dunkelgrünes Bündchen von Alles-für-Selbermacher)

Mittwoch, 24. September 2014

Meins! Nein, meins!

Ich weiß, ich weiß, es ist ein alter Hut. Und es wurde doch schon mehrere zigtausend Mal darüber gebloggt, geredet, geschrieben, gesungen, getwittert... äh, gesungen? Okay, lassen wir das. Aber trotzdem ist und bleibt es faszinierend.

Ach ja, ich rede über den Futterneid. Und ganz besonders und im speziellen den Futterneid UNTER GESCHWISTERN!!!

Gestern gaben mir meine zwei beiden mal wieder eine faszinierende und beeindruckende Vorstellung ihrer Kunst.

Die Tochter weigert sich ja seit Monaten so gut wie immer, jegliche Form von Obst zu sich zu nehmen. Und auch, wenn in meinem Hirn Mamamantras ( oder -mantren?!) wie "es ist nur eine Phase" oder "das Kind holt sich, was es braucht" allgegenwärtig sind, nee, manchmal breche ich ob dieser klaren, eindeutigen und betonten Verweigerungshaltung in leichte bis mittelschwere Verzweiflung aus. Kind, nicht wenigstens ein Stück Apfel? Und wenn ich Äpfelchen sage? Och guck doch, die Erdbeeren sind so lecker! Alle meine Bemühungen werden mit einem freundlich-bestimmten "Nein das Obst!" beantwortet.

Der Sohn ist etwas obstfreudiger, da er aber sowieso generell nur mikroskopisch kleine Mengen an Nahrung zu sich nimmt gebe ich zu, dass das schnell mal in Vergessenheit gerät, wenn dann um 15 Uhr ca. 0,0735 Stück Apfel und 0,0565 Stück Kiwi gegessen wurden.

Nun begab es sich aber gestern, dass im Fahrstuhl auf dem langen Weg von Stockwerk -1 bis Stockwerk 5 dem Sohn einfiel, dass in der Küche ja noch eine Nektarine lag. Die Tochter plapperte in ihrer Echofunktion "Nektarine" nach, was sofort beim Sohn die böse Vorahnung hervorrief, die Erwähnung dieses Wortes könnte ggf Besitzansprüche seitens seiner Schwester auf nun diese Nektarine nach sich ziehen. Ein böses "Das ist aber MEINE Nektarine" war die Folge. Selbstverständlich konnte DAS wiederum die Tochter so nicht auf sich sitzen lassen, ja wo kämen wir denn da hin, egal ob ich jetzt die Nektarine essen will oder nicht, Hauptsache, sie ist erstmal meine!

Unnötig zu erwähnen, dass mein Hinweis, dass es auch noch Kiwis und Äpfel gäbe und man alles ja teilen könne das Ganze nicht ansatzweise besser machte, nein nein, je mehr Obst, um das man sich streiten konnte, umso besser!

Das Ende vom Lied? Ich stieg mit zwei wütend brüllenden Kindern aus dem Fahrstuhl. Nachdem ich die dann möglichst schnell durch die Wohnungstür bugsiert hatte, machte ich mich daran, besagtes Obst kleinzuschnippeln, bevor das gesamte Mobiliar der Geschwisterfede zum Opfer fiel.

Aber hey, soll ich was sagen? Die Tochter hat Obst gefuttert, als gäbe es kein Morgen ... 




Montag, 22. September 2014

Just for me moments 38/2014

Die letzte Woche kann man eigentlich als Just-for-me-Woche-de-luxe bezeichnen. Auch, wenn ich im Urlaub nicht so wirklich viel allein war, habe ich (und nicht nur ich) doch sehr von dieser Woche profitiert.

Die Stimmung war fast durchgehend gut, die Kinder haben wenig geweint und gequengelt. Selbst die etwas zu lang geratene Rückfahrt am Samstag konnte sie nicht schocken. Ich bin sehr stolz auf die zwei!

Vormittags waren die beiden immer mal so für 1,5-2 Stunden in der Kinderbetreuung. Die Zeit habe ich bzw auch mal zu zweit mit dem Mann für tolle Joggingrunden entlang der Saalach und durch die schöne Umgebung genutzt.






Viel mehr zum Familienhotel zu schreiben wäre doppelt gemoppelt, darüber habe ich schon im letzten Post mehr als genug geschrieben. 

Wir haben die Woche wirklich alle sehr genossen.

Mehr just for me moments gibt es bei www.mamamiez.de!





Dienstag, 16. September 2014

Urlaub im Familienhotel

Wir sind jetzt schon zum dritten Mal hier im Hotel Post in Unken in der Nähe von Salzburg. Nach 2010 und 2011 jeweils mit dem Sohn dieses Jahr dann zum ersten Mal mit zwei Kindern.

Den Kindern gefällt es bisher gut. Nach miesem Wetter am Anreisetag und am darauf folgenden Tag war es den Rest der Zeit wirklich sehr schön, Sonnenschein und über 20 Grad, so dass man es gut im Tshirt draußen aushalten konnte.

Das Hotel ist relativ groß, aber nicht zu groß. Die ganze Anlage ist weitläufig, aber nicht unübersichtlich. Wir genießen dieses Mal den Vorteil, dass wir zwei Kinder haben, die wir gemeinsam schon mal laufen lassen können. Das kann man hier mit einem 5,5 und einer 2,5 jährigen ganz gut machen - natürlich im Rahmen von gewissen Abmachungen, an die sich unsere Kinder gut halten. So dürfen sie zB in die Betreuung gehen, dürfen diese aber auch gemeinsam wieder verlassen, wenn sie keine Lust mehr haben, wenn das abgesprochen ist und sie wissen, dass sie uns zB auf der Terrasse finden.

Es gibt einen großen Spielplatz, große Spielzimmer, in denen die Betreuung ist, die man aber auch so jeder Zeit nutzen kann, eine Softplayanlage (seeeehr beliebt bei unseren Kids!), ein Hallenbad und irgendwie überall Platz zum spielen und rumflitzen. Auf den Außenanlagen gibt es diverse Fahrzeuge, Gokarts, Laufräder etc.. 



Absolutes Highlight für die Tochter: die Tiere und vor allem die Ponys! Hier ist eine große Liebe zu Luigi entstanden :) 


Und noch diverse andere Tierchen gibt es zum Streicheln und Bewundern..



Wir haben dieses Mal wirklich ein riesiges Glück mit dem Wetter, ich muss das einfach immer wieder erwähnen, da die letzten Urlaube bei uns gern von schlechtem Wetter geprägt waren. Die Kinder waren heute teilweise bis 20 Uhr Trampolin springen. Und auch ansonsten ist Outdoor natürlich immer das Beste.



Das Essen ist sehr gut. Man kann sich problemlos vegetarisch ernähren - vegan wird ggf etwas schwierig, aber laut Auskunft kann man sich das Essen auch zB allergikergerecht zubereiten lassen, also wäre das eine Nachfrage wert. Zumindest gibt es zu jedem Essen ein großes Salatbuffet...

Das Kinderessen auf dem Kinderbuffet entspricht natürlich oft dem typischen "Kinderessen", sprich Nudeln, Tomatensauce, manchmal Pommes usw. Natürlich können die Kinder aber auch das "Elternessen" mitessen. Ich finde es ansonsten auch nicht so schlimm, dass die Tochter  sich diese Woche hauptsächlich von Nudeln ernährt ;) Ist ja Urlaub. Morgens sind die Kinder total begeistert, dass es mal eben so das Lieblingsobst gibt, nämlich Ananas! 

Beim Essen wird hier hauptsächlich auf regionale Bioprodukte zurückgegriffen - ein Aspekt, der uns schon beim ersten Besuch positiv auffiel.

Kinderbetreuung gibt es theoretisch an 7 Tagen in der Woche von 9-20 Uhr, was tatsächlich auf den ersten Blick etwas gruselig klingt und die Frage aufwirft, warum man dann noch mit seinen Kindern in den Urlaub fährt... Allerdings habe ich bisher hier noch niemanden gesehen, der das voll ausnutzt. Auch lässt hier niemand ein brüllendes Kind einfach da zurück.

Unsere Kinder waren jetzt diese Woche immer mal am Vormittag für ca. 1,5 - 2 Stunden dort. Das ist schon schön, denn so waren wir dann mal gemeinsam laufen usw. Das ist daheim ja eher nicht möglich. Den beiden gefällt das gut da, sie sind ja auch zu zweit und sich dann plötzlich sehr einig ;) Die Betreuer sind wirklich sehr nett und bemüht. Ich denke, viel besser kann man sowas nicht lösen.

Alles in allem ist es einfach sehr schön und entspannend, wenn man mit vielen Familien zusammen ist und nicht ständig die Kinder ermahnen muss, sich ruhig und angepasst zu verhalten.

Morgen geht es leider schon wieder nach Hause.

So, und wer jetzt diesen über mehrere Tage zusammengeschriebenen Beitrag ohne größere Anfälle durchgelesen hat, der hat meinen großen Respekt ;) Zum bloggen war einfach nicht besonders viel Zeit...

Sonntag, 14. September 2014

Just for me moments 37/2014

Es ist wieder Montag, und ich möchte euch auch wieder meine just for me moments der letzten Woche präsentieren. So besonders viele waren es mal wieder nicht, denn die Woche stand quasi ganz im Zeichen der Urlaubsvorbereitung ;)

Immerhin habe ich dieses süße Kleidchen für meine Tochter genäht.


Es ist aus dem schönen Lillestoff, aus dem auch schon ein Langarmshirt für den Sohn entstanden ist. Sie hat es sofort ins Herz geschlossen. Der Stoff ist aber auch einfach toll - so schön weich! Ich glaube, ich brauch da auch noch was...

Am letzten Tag vor unserer Abfahrt musste ich neben der Packerei noch so einiges erledigen. Zum Glück ging alles fix und ich hatte  Zeit für einen schönen Soja Latte bei starbucks. Ich bin jetzt, was meinen Milchkaffee angeht, auf Sojamilch umgestiegen. Es hat zwar etwas gedauert, aber mittlerweile schmeckt es mir tatsächlich und bekommt mir sehr gut.

Oops, Foto schon gelöscht - na, wer ein Bild meines halb ausgetrunkenen Kaffees sehen mag, der guckt mal schnell bei meinen "12 von 12" vom letzten Freitag rein...

Und nun sind wir hier im schönen Familienhotel. Da gibt es natürlich viele kleine just for me moments. 







Rein theoretisch könnten wir die Kinder von Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr im die Betreuung stecken. Das finde ich aber ziemlich gruselig. Tut hier glaub ich auch keiner. Aber so ab und zu mal ein Stündchen ist gut. Gestern und heute waren die zwei schonmal jeweils für etwas über ne halbe Stunde da. Vielleicht wollen sie die Tage mal so lange bleiben, dass der Mann und ich gemeinsam in die Sauna gehen können. Schön wäre es, denn zu Hause können wir sowas gemeinsam ja auch nur mit größtem Organisationsaufwand machen. 

Aber darüber dann mehr am nächsten Montag :) Bis dahin gibt es viele just for me moments bei Mama Miez unter www.mamamiez.de





Freitag, 12. September 2014

12 von 12 im September

Schon wieder der 12. eines Monats und ich bin auch wieder dabei bei 12 von 12 - wie mir grad auffällt wieder am Tag vorm Urlaub!

Morgens aufstehen, Kinder wecken, miese Laune der Tochter ignorieren und das Müsli richten. Haferflocken, Joghurt, etwas Milch und Honig und als Topping ein bisschen Hafer-Dinkel-Knuspermüsli von alnatura.


Unsere momentan täglichen Frühstücksgäste gebührend begrüßt...


... und kurze Zeit später festgestellt, dass sich schon am frühen Morgen ein laaaanger Stau gebildet hat!


Kinder in den Kindergarten bzw die Krippe gebracht. Wieder zu Hause: Koffer packen... 


(Ich mag das nicht...)

Noch schnell in die Stadt, ein paar Dinge erledigen. Ich komme am Rathaus vorbei - oh stimmt, da war ja was ;) 


Und da alles schnell ging habe ich sogar noch Zeit für einen Soja Latte...


Oh, schon fast leer!!

Die Küche bleibt heute kalt, deshalb gibt es zum Mittag für mich zwei Scheiben selbstgebackenes Brot mit Kräuterpastete von alnatura und Kresse - yummie!!!


Alles, was hier noch an Gemüse rumliegt, wird zu einem großen gemischten Salat für heute Abend verarbeitet.



Plötzlich lautes weinen aus der Küche - Baby ist vom Pferd gefallen! Ups, da ging wohl meine Phantasie mit mir durch ;)))


Dann musste ich feststellen, dass es immer wieder erstaunlich ist, was in Kinderschuhen so alles noch an Sand sein kann, wenn man die Sohle rausnimmt...


Leider ist das Wetter heute so richtig bäh. Doof, denn die Regensachen sind schon eingepackt und sollten das eigentlich auch bleiben.


Und trotzdem geht es gleich noch eine Runde mit Laufrad und Roller raus! 

Zum Abschluss immer wieder ein Foto wert: die tollen braunen Kulleraugen vom Sohn <3


Eine große Auswahl an 12 von 12 gibt es hier: http://draussennurkaennchen.blogspot.de/2014/09/12-von-12-september-2014.html?m=1

Viel Spaß!











Donnerstag, 11. September 2014

Und noch einmal Urlaub

Am Samstag geht es los - unser diesjähriger Familienurlaub. Wir fahren für eine Woche in die Nähe von Salzburg. Dort gibt es ein schönes Familienhotel, in dem wir schon zweimal waren, damals aber nur mit dem Sohn. Für die Tochter also eine Premiere!

Ich bin gespannt, wie es läuft, und wie es den Kindern gefallen wird. Unser Familienurlaub letztes Jahr auf Norderney war nicht so schön. Die Kinder waren permanent unzufrieden, haben genörgelt, gequengelt und geweint. Nichts hat geholfen. Letztendlich sind wir einen Tag eher, als geplant nach Hause gefahren. Das war für alle blöd, und wir hätten das dieses Mal gerne anders ;)

Grundsätzlich gibt es in besagtem Hotel alles, was das Kinderherz begehrt. Vor allem die Tochter freut sich schon wie Bolle, seitdem sie weiß, dass es auch Pferde und Ziegen gibt. Der Sohn freut sich auf das hauseigene Schwimmbad.

Ich hoffe, dass das Wetter so einigermaßen mitspielt. Die Vorhersage nach heutigem Stand gibt sozusagen alles her, Regen und kalt, aber auch mal über 20°C und Sonne. Also muss wieder alles mit, lange und kurze Sachen, und der Koffer sieht jetzt schon aus, als wollten wir auswandern. Ich bin allerdings auch kein besonderes Packtalent. Noch nie gab es einen Urlaub, in dem ich bzw. die Kinder jedes Teil gebraucht hätten, was dabei war. Auf der anderen Seite ist es ja gerne so, dass man das, was man dann doch zu Hause lässt, dann plötzlich dringend benötigt...

Und dann die Qual der Wahl. Für die Tochter ist schon klar, dass das neue Lieblingsteil mit ins Gepäck muss: das Kleidchen aus dem Jungssternchenstoff!


Das Schnittmuster ist - wie so gerne - von Lillesol und Pelle. Ich habe es etwas verlängert, das gefällt mir ganz gut. Die Tochter war gleich begeistert von den Sternchen, den tollen, bequemen Schnitt mag sie sowieso.

Und ansonsten haben die Kinder vielleicht  ja auch Lust auf ein bisschen Kinderbetreuung. Natürlich wollen wir hauptsächlich gemeinsam etwas unternehmen. Aber so ein-, zweimal in die Sauna, das wär schon was.

Hauptsächlich hoffe ich auf etwas Entspannung und gute Stimmung für uns alle. Momentan läuft es nicht so rund. Die Kinder sind oft schlecht gelaunt und weinen viel, ich selber bin angespannt, müde und ausgebrannt und schimpfe oft und laut. Zu oft... Vielleicht spielt auch der bevorstehende Kindergartenwechsel eine Rolle, ob bewusst oder unbewusst. Es wird definitiv ein großer Einschnitt. Für den Sohn ein kompletter Neuanfang, für die Tochter fängt der Kindergarten ja überhaupt erst an. Das macht natürlich aufgeregt und nervös. Umso wichtiger, dass wir alle gemeinsam mal etwas runterkommen und die Zeit für uns nutzen. Ich wünsche mir sehr, dass es klappt!

Mittwoch, 10. September 2014

Morgenmuffelchen

Die Tür geht auf. Mama kommt rein. Ich bin schon wach. Ich bin noch müde! So wie eigentlich jeden morgen. Doof, dass ich trotzdem immer aufwache. Dieses mal war ich auch ganz leise - vielleicht wäre ich wieder eingeschlafen. Aber Mama muss ja reinkommen. 

Sie begrüßt mich so lieb mit "Guten Morgen, meine Süße!" Ich finde den Morgen aber jetzt schon doof. Deshalb drehe ich mich weg und mache ein lautes Quäk-Geräusch. Mama sagt, dass ich ja auch noch einen Moment liegen bleiben kann, sie würde schon mal das Müsli zubereiten. Das gefällt mir jetzt auch nicht. Finde denn nur ich diesen Morgen blöd? MAMA!!!! Sie kommt wieder und fragt, ob ich aufstehen will. Ja okay. Mama, mach den Schlafsack auf!! Sie fragt, ob ich das auch netter sagen kann. Wenn es sein muss. Bitte Mama Schlafsack aufmachen. Na wenigstens singt sie für jedes Füßchen das " Meine Füßchen sind verschwunden"-Lied. Und dann nochmal für beide zusammen. Schwuppdiwupp sind sie wieder da! Wir lachen! Das ist so lustig! Ich will das noch ganz, ganz oft! 

Aber Mama sagt, wir müssen jetzt frühstücken. Ich fange mal ganz laut an zu schreien. Das gefällt Mama nicht. Trotzdem geht sie wieder in die Küche. Ich laufe laut schreiend hinterher. Jetzt kommt mein Bruder! Hurra! Wir nehmen uns in den Arm. Aber dann geht der auch in die Küche. Menno. Ich weine und schreie gaaaaanz laut. Mama sagt, ich soll kommen. Das Müsli ist fertig. Ich mag Müsli so gern, aber grad will ich lieber schreien. 

Ich drehe mich um - oh, da ist ja Rody! Rody ist gut! Ich nehme Rody, Teddy und Baby und gehe mit ihnen in die Küche. Guck mal, Mama! Mama ist so lieb und bindet Rody am Küchentisch an. Besser ist das. Ich weine erstmal nicht mehr. Müsli! Lecker! Mama soll mich füttern! Mama? Sie sagt, ich sollte doch selber essen. Ich bin doch schon groß. Ich verziehe das Gesicht. Mama? Ich fange an zu weinen. Ich will nicht allein essen! Und überhaupt bin ich müde! Ich schreie. Ich glaube, Mama ist genervt. Mama nimmt mich auf den Schoß. Ich soll aufhören, so zu brüllen. Wir machen das, was Mama einen Deal nennt. Sie frühstückt in Ruhe zu Ende, dann hilft sie mir. Okay. Ich schluchze und esse ganz langsam mein Müsli. Beim Rest hilft Mama mir dann. 

Danach Zähne putzen. Da habe ich heute gar keine Lust drauf. Ich hole tief Luft und will schreien. Da sagt Mama, dass ich allein putzen darf, sie putzt nach. Juhu! Also Zahnbürste in den Mund, Zahnpasta ablutschen und ein bisschen auf der Bürste kauen. Mama putzt nach. Doof, ich würde gerne schreien. Ist aber die Zahnbürste im Weg. 

Danach will ich wegflitzen, aber Mama schnappt mich und sagt, anziehen, jetzt, danach kann ich noch spielen. Oh wie blöd! Ich weine und schreie. Mama sagt, dass sie sich vorstellen kann, dass mich das ärgert. Aber wir müssen nun mal gleich los. Als ich angezogen bin, kommt mein Bruder. Wir nehmen meine Trommel und sind eine Band! Das ist so toll! Aber dann trommelt er so laut! So laut! Das will ich nicht!! Ich schreie! Mama kommt rein. Sie ist angezogen und so, wie es aussieht, ziemlich genervt. Wir sollen die Schuhe anziehen und zum Fahrstuhl gehen. Ich weine und schreie! Wo ist Teddy?! Und Schnulli?! Im Fahrradanhänger brauche ich doch Schnulli! Außerdem will ich lieber auf den Sitz! Ich will auf den Sitz!!! Den Sitz!!! 

Die Frau von gegenüber kommt vorbei. Sie guckt komisch. Was soll das? Ich schreie lauter. Mama nimmt mich auf den Arm. Sie hat meinen Helm geholt. Wenn ich will, darf ich auf dem Rückweg auf den Sitz. Aber ich glaube, ich bin dann sowieso zu müde. Im Hänger kann man besser schlafen. Ich kuschel mich an meinen Bruder und nehme Teddy fest in den Arm. Morgende sind doof. Dieser besonders. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass der Rest des Tages besser wird...

Montag, 8. September 2014

Just for me moments 36/2014

Eine anstrengende Woche mit nicht ganz so viel just for me moments, dafür waren die, die es gab um so schöner. Denn.... ich habe das erste Mal etwas für MICH SELBER genäht, jawohl (mal abgesehen von einem Schlüsselanhänger..).

Als Mama Miez berichtete, sie habe für sich Shirts genäht, musste ich feststellen, dass ich genau diesen Schnitt "Kalte Schulter" von Leni Pepunkt hier auch liegen habe - seit Februar! Ich hatte ihn damals mit ein paar Kinderkleidungsschnitten mitbestellt, und ja, was ist daraus bisher geworden? Nüscht.

Gut, aber nun hatte ich ja eine tolle Motivation - danke an Mama Miez an dieser Stelle. Und ich muss sagen, ich bin sooooo begeistert von dem Ergebnis! Der Schnitt ist ganz toll, einfach umzusetzen und sieht fertig genäht einfach klasse aus.


 
 
Ich hatte kurz überlegt, ob ich für diesen Pünktchenjersey nicht schon zu alt bin, aber - nö, bin ich nicht. Es werden sicher noch ein paar Shirts dieser Art folgen, das nächste Mal werde ich den Schnitt noch etwas nach unten verlängern.
 
Ebenfalls genäht habe ich das schöne Shirt mit den Jungssternchen, welches ich schon im letzten Post vorgestellt habe. Trotzdem hier nochmal:
 


Ganz stolz bin ich, dass ich dieses Mal NICHT vergessen habe, eine Nahtabdeckung einzunähen, und dass sie auch so einigermaßen passabel geworden ist. Ich mag das einfach gern.


Übrigens habe ich aus dem Stoff noch eine Tunika für die Tochter in Arbeit - ob das geht, so mit Jungssternchen drauf?! ;)

Am letzten Montag habe ich mir abends ein schönes Bad gegönnt - es war sooo kalt auf dem Spielplatz! Und jetzt? Die letzten zwei Tage waren richtig schön warm, heute sieht es bisher auch gut aus. Komischer Sommer, dieser.

Laufen war ich auch noch, gestern Vormittag, die obligatorischen 10 km. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich irgendwie nicht so fit bin zur Zeit. Unsportlich. Ich will gar nicht abnehmen, aber wieder etwas fitter werden. Gute Voraussetzungen, wenn man, wie geplant, am nächsten Samstag noch eine Woche in Familienurlaub fahren will :) Vielleicht tue ich mir danach ja doch mal dieses Shred-Ding an...

Ach ja, und am Freitag Abend waren der Mann und ich mal wieder gemeinsam aus, italienisch Essen und im Irish Pub. Immer wieder schön, solche Abende. Ein HOCH auf unsere Babysitterin, auf die sich die Kinder immer sehr freuen!

Mehr just for me moments sammelt wieder immer Mama Miez auf ihrem Blog!


Sonntag, 7. September 2014

Von Mädchen- und Jungssternchen

Es ist ja alles nicht so einfach. Also alles. Und überhaupt. Und wenn man dann mal wieder was für den Sohn nähen will erst recht nicht.

So standen auf seiner Wunschliste schon lange zwei Dinge. Ein Kapuzenpullover ohne Kapuze zum Beispiel. Gut. Das verstehe ich nach ein bisschen nachdenken und stelle mir schon vor, wie er mit dem fertigen Teil am Leibe was tolles macht, sowas wie eine Butterbrezel ohne Butter essen. Oder so.

Aber dann war da noch ein Sternchenshirt, aber bitte NICHT mit Mädchensternchen! Hm. Aber wie verhält sich das denn nun? Wann ist denn ein Stern bitteschön weiblich und wann männlich? 

 
Vorweg: DAS da oben sind Jungssternchen. Denn entgegen meiner Meinung sind die nicht nur einfach nicht rosa oder lila, sondern scheinen auch noch eine bestimmte Form und eine bestimmte Größe zu haben, und sehr wahrscheinlich stehen sie auch noch in einer bestimmten Anordnung zueinander.
 
Wie man sieht, habe ich es immer noch nicht verstanden. Aber egal. Sterne finde ich gut, ich liebe Stoff mit Sternen. Deshalb wollte ich dem Sohn den Wunsch gern erfüllen, und wir haben im Internet diverse Stoffe angeschaut, bis wir den mit den Jungssternchen gefunden hatten. Traf sich nicht ganz so schlecht, denn den schönen Lillestoff hatte ich schon ein paar Mal gesehen und fand ihn immer wieder toll. Eigentlich wollte ich ihn online bestellen, dann habe ich ihn aber doch zufällig in Bremen im Stoffmarkt gefunden und gleich mitgenommen.

Das Langarmshirt ist letzten Donnerstag entstanden - ich bin immer wieder begeistert, wie schnell das mit der Overlockmaschine geht, und um wie vieles schöner die Nähte sind!

Tja, und was mach ich jetzt mit diesem Gender-Ding hier bei uns?

Mir ist das im Grunde total egal, ich bin nicht diejenige, die beim Sohn auf blau und bei der Tochter auf rosa besteht. Wenn man Kindersachen kaufen will, vor allem Babysachen, oh was war das für ein Graus, dann kommt man da kaum dran vorbei, es wird einem regelrecht aufgezwungen (das nuf hat sich hier da mal so richtig schön drüber aufgeregt, und auch über Kinderkleidung allgemein, in denen Kinder aussehen wie kleine Erwachsene).

Ich selber mag pink, lila und rosa gerne. Die Farben und die Töne gefallen mir einfach. Ich mag dafür kein rot. Die Tochter hat viel in diesen Farben, es steht ihr gut, da sie eine relativ helle Haut hat. Ich kombiniere lila gerne mit braun, grün und gelb. Der Sohn sagt seit einiger Zeit sehr bestimmt, dass BLAU, vor allem HELLBLAU, seine Lieblingsfarbe ist. Sein Zimmer ist in einem kräftigen hellblau gestrichen, die Farbe hat er letztes Jahr selbst ausgesucht. Die Tochter mag rosa gerne, aber auch gelb.

So sieht das also hier aus. Die Kinder sollen selber entscheiden, welche Farben sie mögen. Die Tochter ist sicher von meinem Geschmack geprägt. Ich möchte aber, dass sie weiß, dass sie nicht viele Sachen in den typischen Mädchenfarben trägt, weil ich sie sozusagen als Mädchen kennzeichnen möchte, sondern weil das für mein Empfinden einfach schön ist - dem Sohn steht lila auch sehr gut.

Die Kinder werden natürlich auch durch die Umwelt geprägt, den Satz, dass Jungs kein rosa tragen hat der Sohn ganz sicher nicht hier zu Hause aufgeschnappt. Ich will da aber auch kein Drama draus machen, auch wenn mich dieses Gender-und-Farben-Getue tierisch nervt. Ich hoffe einfach, dass meine Kinder selbstbewusst genug werden, um sich ihrem ganz persönlichen Geschmack entsprechend zu kleiden (und ja, ich hoffe, dass das NIEMALS Hello Kitty sein wird ;)) ).

Und wann und warum war ein Stern jetzt nochmal ein Jungsstern?!?!?

Montag, 1. September 2014

Just for me moments 35/2014

Wieder daheim und Zeit, den Urlaub Revue passieren zu lassen - und über die just for me moments der letzten Woche nachzudenken!

Im Großen und Ganzen hatte ich mir in den zwei Wochen in Norddeutschland mehr Zeit für mich erhofft. Nun kam die Bronchitis der Tochter dazwischen, damit ging ein echtes "An-Mama-kleben" einher, dem sich auch der Sohn anschloss. Nun gut. Die letzten Tage waren ja wieder etwas einfacher.

Am letzten Dienstag war ich nach JAAAAAAAAAHHHHHHHREEEEEN mal wieder mit meinen Mädels auf dem Brokser Markt! Da ist der Dienstag quasi Kult - ich hatte das an Ostern schon angemerkt, dass ich dieses Jahr meinen Urlaub noch so planen kann, dass ich zu diesem Dienstag im Norden bin. Und tatsächlich haben es alle aus der damaligen Clique geschafft, obwohl außer mir noch eine Freundin mittlerweile nicht mehr unbedingt um die Ecke wohnt, und fast alle kleine Kinder haben. Um so wichtiger, dass wir mal wieder gemeinsam ohne die Kids (mit denen, zumindest mit einigen, haben wir uns natürlich auch noch getroffen ;) ) ein bisschen upn Swutsch gegangen sind ;)

Gestartet haben wir mit einem gemeinsamen Frühstück.


Obligatorisch auf dem Markt: Altbierbowle.


Später dann in die Zelte. Ich habe seit Ewigkeiten mal wieder getanzt, auch wenn die Musik auf solchen Veranstaltungen NIE meinem Geschmack entspricht, es war spaßig!







Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung meiner lieben Mädels aus dem Norden - es war wie immer toll mit euch!!
 
Meine Kinder hatten an dem Tag auch viel Spaß mit Oma und Opa im Freizeitpark Ostrittrum.
 
Am Mittwoch war ich Vormittags noch einmal allein in der Bremer City. Einfach ein bisschen alleine bummeln. Gekauft habe ich nicht viel, eigentlich nur einen kleinen, aber schönen Stapel neuen Stoff, aus dem in der Hauptsache was für den Sohn entstehen soll.
 
 
 
Es gibt viel zu tun :) Und die Näherei ist für mich bekanntlich ja auch immer ein just for me moment!
 
Gestern morgen hat mein Mann die Kinder mitgenommen und ist - trotz Dauerstarkregens - mit ihnen im Hänger durch die Gegend gecruist, und ich konnte mich endlich wieder auf die Joggingstrecke schmeißen. Gut so, denn zwei Wochen wenig Bewegung und gutes Essen bei Oma haben, äh, ihre Spuren ein wenig hinterlassen... ;)
 
Mehr just for me moments gibt es bei Mama Miez zu lesen - viel Spaß dabei!
 

 





Ice Bucket Challenge

Aus gegebenem Anlass hier auch noch einmal meine Meinung zur IceBucketChallenge - ich kopiere einfach mal meine Statusmeldung aus Facebook hier rein ;)


So, nun hat es mich also auch "erwischt" ich bin nominiert für die ‪#‎IceBucketChallenge‬. Vorweg: nein, es wird hier KEIN Video von mir und einem Eiswasserkübel geben, und JA, ich spende, wobei ich mir vorbehalte, für eine andere Organisation zu spenden - ggf wird es dieses Jahr dann aber auch doch zugunsten von ALS sein.
Warum ich nicht mitmache? Zunächst möchte ich die ganze Aktion nicht komplett verurteilen. Immerhin sind die Spenden zugunsten der Krankheit ALS durch die ...
IceBucketChallenge enorm gestiegen. Überhaupt sind dadurch erst viele Leute darauf aufmerksam geworden, dass es diese Krankheit gibt. Auch ich selbst hatte davon zwar "schon mal irgendwann gehört", hätte aber nicht auf Anhieb sagen können, was hinter den Buchstaben ALS steckt. Das ist durchaus positiv. Und auch die Idee, quasi mit Spaß durch lustige Videofilmchen an die ganze Sache heranzutreten ist sicher nicht falsch. Spenden und Aufmerksamkeit für so schlimme Krankheiten und die Menschen, die darunter leiden, müssen ja nicht immer mit mahnendem Zeigefinger einhergehen.
Aber: was mich definitiv am meisten stört ist, dass es mittlerweile so dermaßen viele Leute gibt, die sich das Eiswasser über den Kopf gießen, andere nominieren (klingt wichtig, so nach den Oscars ... and the nominees are... ), hahaha, mach das, oder du musst mir, was weiß ich, ein Eis kaufen, das Auto putzen, was auch immer. Leute, der Spaß sei euch gegönnt, aber könnt ihr dann nicht was anderes nehmen? Bleibt doch bei Kinderfotos, die die jeweils nominierten posten müssen, oder lasst sie ne Runde auf dem Sportplatz laufen. Das Eiswasser, das ist für mein Gefühl jetzt für eine Aktion mit ernstem Hintergrund, äh, reserviert.
Viele Promis haben sich an der Aktion beteiligt. Wie wichtig denen die Selbstdarstellung ist, darüber kann man nur grübeln.
Und: Spenden ist wichtig. Die meisten Leute haben den Hintergrund der Aktion erkannt. Aber, was ist mit denen, die einfach nicht spenden KÖNNEN? Die Spenden wollen, aber denen die Mittel einfach nicht zur Verfügung stehen? Kennen wir unsere Nominees so gut, dass wir das wissen? Das Internet vergisst nicht so schnell - sollen manche Leute jahrelang als "Spendenverweigerer" dastehen, obwohl sie das gar nicht möchten?
So, das ist jetzt mal meine ganz eigene Meinung zu dem Thema. Nochmal deutlich: ich bin kein Spiel- und Spaßverderber und ich finde Spenden für die Forschung zur Heilung solcher Krankheiten WICHTIG WICHTIG WICHTIG - ich habe selber im engsten Verwandtenkreis erfahren müssen, was es heißt, an einer unheilbaren Krankheit zu leiden und letztendlich auch zu sterben. Aber aus o.g. Gründen (und vielleicht auch noch ein paar anderen, unwichtigeren) werde ich mich nicht über die IceBucketChallenge daran beteiligen.
Martina Stephan, sei nicht traurig und trotzdem Danke für die Nominierung Ich nominiere selbstverständlich niemanden